Donnerstag 03. Dezember 2020

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9. September 2020 - Nachrichten am Morgen

Namibia hat gestern die niedrigste Neuansteckungszahl an Coronafällen seit einem Monat verzeichnet. Der Exekutivdirektor des Gesundheitsministeriums, Ben Nangombe, bestätigte 118 neue Fälle. Dies sei aber auch einer relativ niedrigen Testzahl aufgrund technischer Probleme geschuldet. Darunter ist erstmals seit mehreren Monaten kein einziger Fall aus der ehemaligen COVID19-Hochburg Walvis Bay. 81 stammen hingegen aus Windhoek. Zudem sind 175 Personen geheilt, so dass seit langem wieder rückläufig ist. Kein weiterer Todesfall wurde gemeldet. Hingegen zeige das Remdesivir-Generikum beim Einsatz im Land bereits gute Erfolge. Die Situation von zwei schwerstkranken habe sich bereits deutlich verbessert, wie der Namibian berichtete.

Nach fast sechs Monaten ohne internationalen Flugbetrieb spielt die staatliche Air Namibia mit dem Gedanken die Gehälter zahlreicher Mitarbeiter um 50 Prozent zu kürzen. Dies sei nötig um die seit Jahrzehnten klammen Airline am Leben zu erhalten, berichtet der Namibian. Von der Gehaltskürzung wären solche Mitarbeiter betroffen, die zu Hause sind und keinerlei Arbeit verrichten. Dabei handelt es sich um bis zu der Hälfe des Personals, wie Interims-Geschäftsführer Theo Mberirua bestätigte. Air Namibia sei, wie fast alle Fluggesellschaften weltweit, nicht unendlich lange in der Lage in Pandemiezeiten das volle Gehalt zu zahlen. - Die Kabinencrew-Gewerkschaft lehnt Gehaltskürzung mit der Begründung eines „schlechten Managementverhaltens“ ab.

Die Immobilienpreise im Land sind auch im zweiten Quartal des Jahres gesunken. Dies geht aus dem aktuellen „FNB Housing Index“ hervor. Demnach sanken die Preise gegenüber dem gleichen Vorjahresquartal um 2,7 Prozent. Der landesweite Durchschnittsimmobilienpreis liegt nun bei knapp über einer Million Namibia Dollar. Im Norden und an der Küste stiegen die Immobilienpreise, im Süden und den zentralen gebieten gingen diese hingegen deutlich zurück. Die Experten der FNB gehen davon aus, dass die Talsohle nun erreicht sei.

Das Gesundheitsministerium hat bis Ende August 78 Prozent der zugesicherten 732 Millionen Namibia Dollar im Kampf gegen die COVID19-Pandemie ausgegeben. Dies teilte Gesundheitsminister Kalumbi Shangula vor der Nationalversammlung mit. Viel Geld sei vor allem in den Ausbau der Infrastruktur geflossen. So habe man von anfänglich nur 100 Tests am Tag nun eine Kapazität von fast 2000 Tests, die von vier staatlichen und privaten Laboren bereitgestellt werden. Zwei weitere kommen in Kürze hinzu. Acht Isolationseinrichtungen wurden neu gebaut.

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