Montag 25. Januar 2021

3. Dezember 2020 - Nachrichten am Morgen

Der Aktivist und Radikalist Job Amupanda ist neuer Bürgermeister von Windhoek. Er wurde gestern von den 15 neuen Ratsmitgliedern der Hauptstadt, von denen nur noch fünf der SWAPO angehören, gewählt. Das Amt des Bürgermeisters soll zwischen den fünf Koalitionspartnern IPC, AR, LPM, NUDO und PDM in den kommenden Jahren rotieren. Amupanda vertritt mit seiner Bewegung „Affirmative Repositioning“ eine radikale Forderung nach Umverteilung des Wohlstandes und Land für alle Bürger.  – Indessen hat die Wahlkommission ECN für einige Lokalverwaltungen und einen Wahlkreis im Süden des Landes eine Neuwahl beim Wahlgerichtshof beantragt. Es sei dort zu massiven Verstößen gekommen.

 

Die namibische Armee hat eine neue Führung. In einer feierlichen Parade gestern in Windhoek wurde die Leitung von Generalleutnant John Mutwa offiziell an Air Marshal Martin Pinehas übergeben. Die faktische Amtsübergabe fand bereits zum 1. April statt, da Mutwa mit dem Tag in den Ruhestand gegangen war. Pinehas ist der erste Air Marshal der das höchste militärische Amt als Chief of the Defence Force im Land übernommen hat. Sein Vorgänger Mutwa als einer der ersten und heldenhaftesten Freiheitskämpfer der SWAPO. Auch Pinehas war ein federführender Kämpfer der PLAN.

Non-Profit-Organisationen sollen in Zukunft wohl besteuert werden. Dies ist ein Bestandteil einer Steuerreform des Finanzministerium, die bereits seit März 2018 in Planung sei. Laut dem Geschäftsführer des „Institute of Public Policy Research” IPPR, Graham Hopwood, könnte dies der Todesstoß für zahlreiche Wohltätigkeitsorganisationen sein. Auch wenn auf dem Papier die Besteuerung sicherlich sinnvoll sei, werde sie im praktischen Alltag viele der Zivilorganisationen in die Knie zwingen, so Hopwood. Womöglich stehe hinter dem Plan der Regierung die ausufernde Landschaft von Religionsgemeinschaften, die unter dem Dach des Glaubens fernab von einer Nicht-Profit-Organisation agieren würden.

Erstmals wird es seine Verbindung mit Turkish Airlines nach Windhoek geben. Damit wird laut Namibia Airports Company der erste Teil eines bilateralen Abkommens zwischen Namibia und der Türkei erfüllt. Zunächst fliegt die türkische Nationalfluggesellschaft einmal die Woche von Istanbul via Johannesburg nach Windhoek. Es handelt sich um reine Cargoflüge. Der Ausbau um eine regelmäßige, direkte Passagierverbindung sei im Abkommen ebenfalls vorgesehen.

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