Montag 25. Januar 2021

2. Dezember 2020 - Nachrichten am Morgen

Während in Swakopmund und Walvis Bay erstmals die Bürgermeister von den Independent Patriots for Change IPC gestellt werden, gestaltet sich die Position in Windhoek schwieriger. Dem Namibian nach konnten sich bis jetzt die bisherigen Oppositionsparteien nicht auf einen Bürgermeister einigen. Klar sei, dass die Position zwischen den Koalitionsparteien rotieren solle. Streit gäbe es aber darum, wer als erstes das Amt übernehmen soll. Klar sei, dass die fünf Parteien nicht mit der bisher regierenden SWAPO, die nur noch fünf Sitze hält, zusammenarbeiten wollen. Alle 15 neuen Ratsmitglieder werden heute vereidigt. - In Walvis Bay ist Trevino Forbes neuer Bürgermeister, in Swakopmund hat Louisa Kativa das Amt übernommen.

Der Abschlussbericht zur Tötung dreier Namibier und eines Sambiers durch die botswanische Armee liegt der namibischen Regierung bereits vor. Dies teilte Staatspräsident Hage Geingob mit. Dieser würde nun von der Regierung durchgearbeitet werden. Danach werde man die Inhalte des Ermittlungsberichts mit der namibischen Öffentlichkeit teilen, sagte Geingob. Er dankte gleichzeitig den ermittelnden Personen und sprach den Familien der Opfer erneut sein Beileid aus. – Die Tötung der Fischer am Chobe hatte zu einem Aufschrei in der namibischen Öffentlichkeit geführt. Botswana bezeichnete diese als Wilderer, namibischen Angaben nach waren die Männer lediglich im Grenzgebiet fischen.

Das Landless People’s Movement LPM ist grundsätzlich zur Zusammenarbeit mit der SWAPO bereit. Dies teilte LPM-Präsident und Ex-SWAPO-Mitglied Bernardus Swartbooi mit. In den beiden Süden-Regionen und zahlreichen Lokalverwaltungen dort, hat die LPM bei den Regional- und Kommunalwahlen die Sitzmehrheit gewonnen. Es gäbe zahlreiche politische Gemeinsamkeiten mit der SWAPO, weshalb eine Zusammenarbeit durchaus sinnvoll sein könnte. Die LPM werde aber nicht vergessen, dass die SWAPO das Volk seit 30 Jahren verraten habe. Ziel sei es etwas Gutes für alle Namibier zu tun, so Swartbooi.

Der Prozess um eine kongolesische mutmaßliche Menschenhändlerin konnte nicht beginnen, da der Rechtsbeistand der Frau aufgrund von Unwohlsein nicht zur Verhandlung aufgetaucht sei. Dies bestätigte das Obergericht in Windhoek. Nun sei der Verhandlungsbeginn am 2. Dezember geplant. Der Frau wird vorgeworfen zwischen 2013 und 2018 aktiv oder zumindest wissentlich dem Menschenhandel von der Demokratischen Republik Kongo nach Namibia gefördert zu haben. Sie sei in 15 Fällen der organisierten Kriminalität, da es um 15 minderjährige Kongolesen gehe, angeklagt worden, weise aber jegliche Schuld von sich.

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies). Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.