Montag 25. Januar 2021

18. Juli 2018 - Nachrichten am Morgen

Das staatliche Transportunternehmen TransNamib will mit umfassenden Änderungen aus den roten Zahlen fahren. Man habe mit der Umsetzung eines strategischen Fünfjahres-Plans begonnen, erklärte Geschäftsführer Johnny Smith laut Presseagentur NAMPA gestern auf einer Teilhaberversammlung. So wolle TransNamib in Partnerschaft mit Logistikfirmen seinen Kundendienst verbessern. Das Frachtaufkommen solle verdoppelt werden. Zurzeit liegt es NAMPA zufolge bei 1,5 Millionen Tonnen. Dafür benötige TransNamib 55 Lokomotiven, habe jedoch zurzeit 38 Loks, die nicht zuverlässig funktionieren würden. Der Staatsbetrieb beschäftigt rund 1280 Mitarbeiter und hat einen Jahresumsatz von 435 Millionen Namibia Dollar.

Nach dem Stopp des umstrittenen Millionenauftrages zur Renovierung des Flughafens in Ondangwa will eine Beratungsfirma Millionensummen einklagen. Laut Allgemeiner Zeitung geht es um Dienste der Firma Aurecon Namibia im Werte von 20,4 Millionen Namibia Dollar, die angeblich geleistet, aber nicht bezahlt worden seien. Die Namibia Airports Company NAC hält dagegen, dass ein Großteil des Anspruches auf Zusatzarbeiten beruhe, die nicht vereinbart worden seien und in die noch gar nicht begonnene zweite Phase der Renovierung fallen würden. Der Auftrag für die Renovierung des Flughafens im Volumen von 211 Millionen Namibia Dollar war ohne Ausschreibung an eine chinesische Firma vergeben und später gestoppt worden. Diese Firma klagt in einem separaten Verfahren auf Einhaltung der Vereinbarung.

In Gobabis und Grootfontein will die Regierung mit Hilfe Chinas jeweils 200 erschwingliche Häuser bauen. Die Kosten von 120 Millionen Namibia Dollar werden laut Namibian durch einen zinslosen Kredit finanziert, der im März während des Besuches von Präsident Hage Geingob in China vereinbart worden sei. Die Kosten pro Haus betragen demnach 300.000 Dollar. Die Häuser sind für Einwohner mit niedrigem Einkommen gedacht.

Namibia hat vom Global Einvironment Facility GEF weitere Gelder für Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel erhalten. Umweltminister Pohamba Shifeta habe gestern auf einer Pressekonferenz eine Summe von 186 Millionen Namibia Dollar genannt, meldet die Nachrichtenagentur NAMPA. Fast 89 Millionen Dollar seien für Programme gegen die Verschlechterung der Böden vorgesehen, 84 Millionen Dollar für den Erhalt der Biodiversität und 13 Millionen Dollar zur Abfederung von Folgen des Klimawandels.

Die britische Premierministern May hat im Parlament eine weitere wichtige Abstimmung zu den künftigen Handelsbeziehungen nach dem Brexit überstanden. Ein Antrag von proeuropäischen Abgeordneten fand keine Mehrheit. Er sah einen Verbleib Großbritanniens in einer Zollunion mit der EU vor, wenn kein Freihandelsabkommen zustande kommen sollte. Nun kann May ihren Kurs bei den Ausstiegs-Verhandlungen fortsetzen.

Nach parteiübergreifender Kritik an seinem Auftritt mit dem russischen Staatschef Putin rudert der US-Präsident zurück. Trump sagte in Washington: Er habe sich falsch ausgedrückt. Eigentlich wollte er sagten, dass er keinen Grund sieht, warum Russland nicht hinter den Hackerangriffen während des Wahlkampfs 2016 steckt. Trump betonte, dass er entsprechende Geheimdienstinformationen akzeptiert. Der Fraktionschef der Demokraten Schumer sagte: Die Klarstellung komme zu spät.

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