Montag 25. Januar 2021

13. Juli 2018 - Nachrichten am Morgen

Der Verband der Bau-Unternehmen CIF will verhindern, dass die Bauqualität in Zeiten knapper Gelder unter Einsparungen leidet. Architekten und Mengenberechner würden Baufirmen immer stärker unter Druck setzen, möglichst billig zu bauen, beklagt die CIF laut Allgemeiner Zeitung. Daher habe man gemeinsam mit der Namibian Standards Institution NSI eine Kampagne gestartet, um das Bewusstsein für Bauvorschriften und Sicherheitsregeln wieder zu schärfen. Im April und Juni hätten in Windhoek, Swakopmund und Ongwediva Arbeitstreffen stattgefunden.

Die Rückführung namibischer Flüchtlinge aus Botswana schleppt sich weiter dahin. Laut Namibian sind gestern 41 Flüchtlinge aus dem Lager von Dukwe in die Region Sambesi zurückgekehrt, darunter 20 Kinder. Die übrigen 866 Namibier hätten die Frist vom 11. Juli verstreichen lassen, die die Behörden Botswanas ihnen für eine Rückkehr gesetzt hatten. Der botswanische Präsident Mokgweetsi Masisi hatte bei seinem Besuch in Namibia im April bekräftigt, den Flüchtlingsstatus trotz eines Gerichtsurteils nicht anzuerkennen. Die Namibier waren während des Aufstandes in Katima Mulilo 1999 nach Botswana geflohen. Ende 2015 hatten die rund 900 Flüchtlinge in Dukwe erfolgreich gegen die Aberkennung ihres Flüchtlingsstatus geklagt.

Das Verbot für Trophäenjäger, Fotos von erlegten Tieren in sozialen Medien zu veröffentlichen, ist bereits in Kraft. Das habe der Sprecher des Umweltministeriums, Romeo Muyunda, auf Nachfrage bestätigt, berichtet die Allgemeine Zeitung. Er wies damit die Erklärung des Berufsjagdverbandes NAPHA zurück, das Ministerium habe das Verbot bis zum Abschluss von Konsultationen mit allen Beteiligten ausgesetzt. Vermutlich handele es sich um ein Missverständnis. Außerdem betonte Muyunda laut AZ, dass jegliche Werbung für die Trophäenjagd, in der Fotos verwendet werden, ab sofort vom Ministerium genehmigt werden müssen.

Informelle Betriebe sind noch nicht in der Lage, Steuern zu zahlen. Das habe die Jugendliga der führenden Oppositionspartei PDM gestern auf einer Pressekonferenz erklärt, meldet die Nachrichtenagentur NAMPA. Eine Besteuerung werde zum Kollaps des informellen Sektors und zu einer erhöhten Arbeitslosigkeit führen. Das Finanzministerium hatte Medienberichten zufolge im Juni ein Merkblatt zur Besteuerung von Firmeneinkommen herausgegeben, in dem ausdrücklich auch Frisörsalons, Taxi- und Busbetriebe, Klempner, Straßenverkäufer und Kapana-Stände genannt werden. Das Ministerium geht davon aus, dass diese Betriebe die Schwelle des steuerfreien Einkommens von 50.000 Namibia Dollar im Jahr überschreiten.

Bei seinem Besuch in Großbritannien hat US-Präsident Trump die Brexit-Pläne von Premierministerin May scharf kritisiert. Nach einem gemeinsamen Abendessen gab Trump der Zeitung "The Sun" ein Interview. Er warf May vor, den EU-Austritt verbockt zu haben. Hintergrund sind die Pläne Londons für eine Zollunion und ein Freihandelsabkommen.

Der US-Pharma- und Konsumgüterkonzern Johnson & Johnson ist zu einer Milliardenstrafe verurteilt worden. 22 Frauen hatten geklagt, weil sie Produkte des Konzerns für ihre Krebserkrankungen verantwortlich machen. Eine Jury im Bundesstaat Missouri gab ihnen Recht - der Konzern muss nun insgesamt fast 4,7 Milliarden Dollar Schadenersatz- und Strafe zahlen. Als Reaktion fielen die Aktien des Unternehmens im nachbörslichen Handel um ein Prozent. Johnson & Johnson kündigte an, das Urteil mit allen möglichen Mitteln anfechten zu wollen.

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