Donnerstag 03. Dezember 2020

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10. September 2020 - Nachrichten am Morgen

Das Financial Intelligence Centre FIC bringt bis zu 10 Milliarden Namibia Dollar mit dem internationalen „Fishrot“-Skandal in Zusammenhang. Dies berichtet der Namibian. Darunter befänden sich mindestens 40 Immobilien in 27 Ländern. Insgesamt hat das FIC unerklärte Transaktionen in Höhe von 17 Milliarden Dollar untersucht. Mehr als 1000 Bankkonten seien überwacht worden. Die Unterlagen zu den illegalen Aktionen wurden nun an Nampol, Interpol und ausländische Ermittlungsbehörden übergeben. FIC arbeite absolut unabhängig, betonte der Gouverneur der namibischen Zentralbank. Es habe aber nur eine Sichtungsbefugnis und kein Recht zur eigenen Strafverfolgung.

Nahezu jeder dritte Namibier hat die Einmalzahlung des Staates in der COVID19-Pandemie. Laut Finanzministerium wurden die 750 Namibia Dollar an nahezu 770.000 Menschen ausbezahlt. Das Geld war während des landesweiten kompletten Lockdowns im April als Nothilfe ausbezahlt worden. Es sollte die wirtschaftlichen Folgen von Geringstverdienern abmildern. Weit mehr als 800.000 Anträge hierfür seien eingegangen. Man sei nun mit der Validierung der finalen Daten beschäftigt und werde das Projekt dann abschließen, heißt es.

Der deutsche Mehrheitseigentümer des namibischen Zementwerkes Ohorongo, Schwenk, such weiter nach einem Käufer. Schwenk wolle sich auf sein Kerngeschäft in Europa konzentrieren. Zudem sei die ursprüngliche Aufgabe, in Namibia ein hochmodernes Werk zu schaffen abgeschlossen, heißt es von Geschäftsführer Thomas Spannagl. Man suche nun auch in Namibia nach einem möglichen neuen Eigentümer. Dabei kämen Investorengruppen und öffentliche Institutionen in Frage. – Da mit Cheetah Cement bereits das zweite große Werk dieser Art in chinesischer Hand ist, wurde der Verkauf von Ohorongo an Chinesen von der namibischen Wettbewerbskommission untersagt.

Nach gut sechs Monaten ohne Entlassungen oder Gehaltskürzungen muss auch die Gondwana Collection Namibia die Gürtel deutlich enger schnallen. Dies geht aus einem Schreiben von Gys Joubert an die Mitarbeiter hervor. Demnach seien die Gründe davon in Zeiten der Pandemie vielfältig. Zum einen sei der Umsatz um 95 Prozent zurückgegangen. Man habe dennoch alle Anzahlungen wunschgemäß an Kunden zurückgezahlt, heißt es. Auf knapp 10 Millionen Namibia Dollar an Mehrwertssteuererstattungen warte man weiterhin. Ab Oktober werde deshalb das Gehalt der vier Personen der Geschäftsleitung um weitere 40 Prozent gekürzt. Alle anderen Mitarbeiter müssen auf 25 ihres Gehaltes verzichten.

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