Donnerstag 19. September 2019

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10. September 2019 - Nachrichten am Morgen

Die letzte Sitzungsperiode der Nationalversammlung für dieses Jahr beginnt heute. Zwei Gesetze, zu Folter und gegen Meeresverschmutzung durch Öl, sollen in den kommenden Wochen verabschiedet werden, teilte der Pressesprecher mit. Zudem seien Anhörungen zu zwei vom Justizministerium angekündigte Gesetzesvorschläge zu Familien- und Frauenrechten vorgesehen. Ende November geht die Nationalversammlung dann in die Sommerpause. Am 27. November werden ein neues Parlament und ein neuerer Staatspräsident gewählt.

Ein Soldat der Namibia Defence Force, der im Rahmen der “Operation Kalahari Desert” vor vier Tagen einen jungen Mann erschossen hatte, ist erstmals vor Gericht erschienen. Ihm wurde Kaution verweigert und die nächste Anhörung auf den 29. Januar festgesetzt. Somit verbringt der Soldat Weihnachten hinter Gitter. Dem Polizeibericht nach hatte er am vergangenen Donnerstag einen 32-jährigen Mann während einer Razzia erschossen. Die zweite Phase der gemeinsamen Sicherheitsoperation von NAMPOL und NDF hat vergangenen Monat begonnen. In der ersten Phase war ebenfalls ein Mann aus noch nicht geklärten Gründen erschossen worden.

Die öffentlich-rechtliche Rundfunkanstalt NBC fährt ihr Programmangebot massiv zurück. Dies ist dem anhaltenden finanziellen Druck und weniger Subventionen zuzuschreiben, teilte die NBC mit. Derzeit operiere die Rundfunkanstalt mit einem monatlichen Verlust von etwa 15 Millionen Namibia Dollar. Das Angebot umfasst derzeit drei Fernsehsender und elf Hörfunksender, darunter auch einer in deutscher Sprache. Ab sofort werde NBC 1 nur noch von 7 bis 21 Uhr senden. Zudem werde es nur noch 20-Uhr-Nachrichten geben. Auch alle Radiosender werden nur noch 14 Stunden am Tag senden. Zudem wurde die Mitarbeiterzahl von derzeit 571 in Frage gestellt.

Mehr als 1000 Personen, vor allem Mitarbeiter im Fischereisektor haben für ein endgültiges Ende der Diskussion um den Phosphatabbau vor Namibias Küste demonstriert. Dies berichtet die Allgemeine Zeitung. Heute sei die Abgabe einer Petition beim Umweltministerium in Windhoek geplant, heißt es weiter. Die Menschen fürchten um die Meeresnatur und ihre vom Fischfang abhängigen Arbeitsplätze. Auf Plakaten und durch Sprechchöre machten die Demonstranten ihren Unmut deutlich. Hintergrund ist nun ein gerichtliches Vorgehen des Unternehmens Namibia Marine Phosphate gegen das Umweltministerium. Dieses hatte eine Genehmigung für den Abbau bisher verweigert.

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