Mittwoch 02. Dezember 2020

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Hitradio Namibia bezieht seine namibischen Nachrichten unter anderem von der namibischen Nachrichtenagentur NAMPA. Internationale Nachrichten kommen von Regiocast aus Deutschland.

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16. Oktober 2020 - Nachrichten am Morgen:

Aufgrund der Corona-Pandemie erlebte die namibische Wirtschaft im Jahr 2020 den bisher größten Rückgang, der zu einem Rückgang des GDPs um 11,1 Prozent führte. Dies wurde von FirstRand Namibia bekannt gegeben. Nach Angaben des Wirtschaftsexperten Ruusa Nandago waren fast alle Wirtschaftssektoren betroffen, am stärksten jedoch das Gastgewerbe und der Tourismussektor. Allein im zweiten Quartal verloren offiziell 5.748 Menschen ihren Arbeitsplatz. Die Zahl der nicht gemeldeten Fälle dürfte jedoch wesentlich höher liegen. Die Inflation bleibt auf einem niedrigen Niveau von 2,4 Prozent. Dies zeichnet jedoch kein wahres Bild, da die Nachfrage nach Waren und Dienstleistungen stark zurückgegangen ist.

Ab dem 26. Oktober wird SA Airlink wieder einen täglichen Flug zwischen Windhoek und Johannesburg einführen. Seit Beginn der Corona-Krise im März wird dies der erste Direktflug zwischen den beiden Städten sein. Gestern kündigte auch FlyWestAir eine Direktverbindung ab dem 2. November an. In der Zwischenzeit hat auch SA Airlink ihre Zusammenarbeit mit Qatar Airlines angekündigt. SA Airlink kann nun eine nahtlose Verbindung zu über 90 Destinationen weltweit anbieten.

Das namibische Wetteramt hat eine Wetterwarnung veröffentlicht. Das Land muss weterhi mit Hitzewellen rechnen. In den meisten Gebieten werden Temperaturen von über 40 Grad herrschen. Diese Temperaturen sind gefährlich für Mensch und Tier. Nicht nur Namibia ist von dieser Hitzewelle betroffen. Auch Eswatini, der Süden von Madagaskar, Malawi, Mosambik, der Osten Südafrikas, Sambia und Simbabwe haben mit extremen Temperaturen zu kämpfen. Diese Hitzewelle wird sich bis in die nächste Woche hinein fortsetzen.

Das Landwirtschaftsministerium hob gestern das Verbot von Tiertransporten im Norden des Landes teilweise auf. Tiere können nun zwischen den Regionen Kavango West, Ohangwena, Oshana, Omusati und Kunene Nord transportiert werden. Die Region Kavango Ost bleibt wegen der Maul- und Klauenseuche geschlossen. Tiere können auch von außerhalb zur Schlachtung in das Gebiet gebracht werden. Sie müssen jedoch innerhalb von 72 Stunden geschlachtet werden. Tierische Produkte wie Fleisch, Milch und Häute dürfen das Gebiet nicht verlassen.

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15. Oktober 2020 - Nachrichten am Nachmittag:

Der namibische Blutspendedienst (NamBTS) gab gestern zusammen mit dem Gesundheitsministerium (MOHSS) eine neue Zusammenarbeit mit dem sozialen Netzwerk Facebook bekannt. Damit gibt es nun eine neue Facebook-Gruppe für NamBTS. Blutspender werden eine Benachrichtigung erhalten, wenn der Blutspendedienst eine Spendensammlung im Spenderbereich organisiert oder wenn die Blutkonserven einen kritischen Punkt erreichen. Es gibt auch verschiedene Kampagnen zur Förderung von Blutspendern. Dieser Facebook-Dienst wurde auch in 12 weiteren afrikanischen Ländern eingeführt, darunter Senegal, Kenia, Simbabwe und Südafrika.

Von nun an werden Fiebermessungen an den so genannten Straßensperren in der Karas-Region durchgeführt. Dieser Dienst wird von der Otindi-Gruppe in Zusammenarbeit mit dem Gesundheitsministerium angeboten. Das Fieber wird an den Grenzübergängen Ariamsvlei und Noordoewer sowie an der Straßensperre in Keetmanshoop gemessen. Außerdem werden Informationsblätter verteilt. Diese Kampagne soll bis zum 31. März 2021 laufen. Ähnliche Messungen werden bereits in den Regionen Kunene, Oshikoto, Ohangwena und Oshana durchgeführt.

Die Neuinfektionen in Namibia bleiben überschaubar. Nach Angaben von Gesundheitsminister Dr. Kalumbi Shangula wurden heute in Namibia 34 neue Fälle von Coronainfektionen bestätigt. 641 Tests wurden ausgewertet. 184 weitere Personen gelten als geheilt, so dass die aktive Zahl in Namibia bei 1.644 liegt. 18 der heutigen Fälle kommen aus Windhoek, 5 aus Rehoboth und 4 aus Okahandja. Weitere Fälle wurden aus Mariental, Swakopmund, Walvis Bay, Rundu und Gobabis gemeldet. 5 Personen befinden sich in ernstem oder kritischem Zustand.

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15. Oktober 2020 - Nachrichten am Morgen

Die sterblichen Überreste die am 6. Oktober außerhalb Walvisbay aufgefunden worden sind, wurden als die von der vermissten Shanon Wasserfall identifiziert. Dies ergab zweifelsfrei eine DNA-Analyse. Die 22-Jährige Frau wurde am 10 April 2020 als vermisst gemeldet. Mittlerweile befindet sich eine 28-Jährige Frau in Untersuchungshaft. Sie erschien vor dem Haftrichter am 9. Oktober und bleibt weiterhin in Haft. Die Polizei ermittelt.

Die Polizei der Region Kavango Ost hat Farmer gewarnt; in den letzten Monaten sei die Zahl der Viehdiebstahl Delikte stark angestiegen. Seit April 2020 gab es mindestens 30 Fälle – 17 Personen wurden verhaftet. Es herrscht auch Verwirrung bei dem Verkauf von Vieh, und es werden nicht die festgelegten Abläufe eingehalten. Somit sei es fast unmöglich den Rechtmäßigen Eigentümer zu ermitteln. Es kommt auch öfter vor das Eigentümer nicht ihre Tiere positiv identifizieren können.

Die Stadtverwaltung Keetmanshoop hat seit 2016 mindestens 447 Grundstücke erschlossen. Hiervon befinden sich 260 im Wohngebiet Extension 6, 110 in Westdene und 30 in Extension 1. Laut Pressesprecher Dawn Kruger, will die Stadtverwaltung bis 2025, 990 weitere Grundstücke erschließen. Seit 2016 wurden auch über 600 Häuser im Rahmen des Massenbauprojekts errichtet. Momentan benötigen etwa 3,000 Personen in der Südstadt dringend Behausung, so Kruger. Im Wohngebiet Westdene sollen auch die Schotterstraßen in kürze asphaltiert werden, die kosten dazu belaufen sich auf etwa 1.5 Millionen Namibia Dollar.

Im Nachbarland Südafrika ist die Zahl der Corona infizierten Schüler, nach einem Nachtklub Aufenthalt in Kapstadt, auf 73 angestiegen – zwei Schüler befinden sich im Krankenhaus. Die Schüler besuchten den Nachtklub am vergangenen Wochenende. Laut dem Premier der Westkap Region Alan Winde, laufen die Kontaktermittlungen auf Hochtouren. Weiterhin wurde eine Aufklärungskampagne in den Schulen der Region ins Leben gerufen. Alle Schüler befinden sich zurzeit in Isolationen. Das Gesundheitsministerium stellt Untersuchungen an. 

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14. Oktober 2020 - Nachrichten am Nachmittag:

Nach der niedrigen Zahl der Neuinfektionen in den letzten Tagen ist die Zahl jetzt wieder deutlich gestiegen. Nach Angaben von Gesundheitsminister Dr. Kalumbi Shangula, wurden heute 69 Neuinfektionen gemeldet. 30 Fälle kamen aus Windhoek, 28 aus Oshakati. Weitere Fälle wurden u.a. aus Okahandja, Mariental und Gobabis gemeldet. Ein 68-jähriger Mann mit Vorerkrankungen ist in Windhoek im Zusammenhang mit dem Virus gestorben. 25 Personen gelten als geheilt. Damit hat Namibia nun 12.069 Fälle nachgewiesen, von denen 1.794 Fälle als aktiv gelten. 130 Personen sind gestorben. Bisher sind 112.448 Tests durchgeführt worden.

Mit sofortiger Wirkung hat das Innenministerium mehrere Grenzübergänge im Land für den Personenverkehr geöffnet. Dies teilte Innenminister Franz Kapofi heute mit. Ab sofort sind folgende Grenzübergänge wieder geöffnet: Katima Mulilo, Ariamsvlei, Noordoewer und der Hafen in Walvisbay. Alle Personen, die die Grenze überschreiten, sind an die Covid-19-Maßnahmen gebunden.

Wissenschaftler in Südafrika haben eine Studie begonnen, bei der herausgefunden werden soll, ob ein 50 Jahre alter Impfstoff möglicherweise vor Covid-19 schützen könnte. Die Studie wird von der University of Witwatersrand (WITS) und der University of Cape Town (UCT) durchgeführt. Ziel ist es, 5.000 Menschen mit dem sogenannten "Masern, Mumps und Röteln"-Impfstoff - MMR - zu behandeln. Obwohl dieser Impfstoff das SARS-Cov-2-Virus nicht spezifisch nachweist, gibt es einige Ähnlichkeiten zwischen dem Corona Virus und den MMR-Viren. Nach Ansicht der Wissenschaftler sollte das Immunsystem in der Lage sein, mehrere Viren zu erkennen, darunter auch Covid-19. An der Studie nehmen auch andere Länder teil, darunter Sambia, Simbabwe, Ghana und Uganda.

 

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14. Oktober 2020 - Nachrichten am Morgen

Die namibische Premierministerin Saara Kuugongelwa Amadhila sprach sich nach Protesten gegen geschlechtsspezifische Gewalt aus. In einer Erklärung erkenne die Regierung den Ernst der Lage an. Die Regierung arbeite rund um die Uhr daran, die Situation unter Kontrolle zu bringen, ausserdem auch an der Rechtslage, um solche Taten schneller vor Gericht zu bringen und die Täter härter zu bestrafen. Auch die Arbeiten an der Einführung eines Registers von Sexualstraftätern würden voranschreiten. Auch in den Schulen solle eine massive Kampagne zur Aufklärung solcher Straftaten gestartet werden. Die Regierung würde alles in ihrer Macht Stehende tun, um sie so schnell wie möglich unter Kontrolle zu bringen, sagte die Premierministerin. Das Kabinett habe jetzt schon neue Maßnahmen beschlossen.

Der Tourismus in Namibia steht am Rande des Zusammenbruchs, mindestens 100.000 Arbeitsplätze sind bedroht. Dies wurde in einem Brief der Gondwana Collection Namibia mitgeteilt. Die Kampagne #SOSTourism (Hash Tag SOS-Tourismus) ist jetzt gestartet worden. In den letzten Jahren war der Tourismussektor der am schnellsten wachsende Sektor des Landes und trug wesentlich zum Bruttoinlandsprodukt bei. Die Zeit ist gekommen, den Tourismus des Landes wieder zu öffnen - so die Gondwana Collection. In den vergangenen Tagen herrschte Chaos an den Grenzübergängen zu Südafrika. Touristen wurde die Einreise verweigert. Zwischenzeitlich hat die Regierung klargestellt, dass Touristen nur per Flugzeug über Windhoek oder Walvisbay ins Land einreisen dürfen.

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13. Oktober 2020 - Nachrichten am Nachmittag:

Die Neuinfektionen in Namibia bleiben überschaubar, so dass es heute nur 11 neue Fälle des Coronavirus in Namibia gab. Dies teilte Gesundheitsminister Dr. Kalumbi Shangula am Nachmittag mit. Sieben Fälle kamen aus Windhoek, zwei aus Lüderitz und je einer aus Mariental und Walvisbay. 207 Menschen gelten als geheilt - die aktive Zahl ist somit auf 1.751 gesunken. Namibia hat inzwischen genau 12.000 Fälle entdeckt, 129 Menschen sind im Zusammenhang mit dem Virus gestorben.

In den frühen Morgenstunden des Samstags wurde ein weiterer Mann bei einem Hüttenbrand in Walvisbay getötet. Nach Angaben der Polizei in der Hafenstadt brach das Feuer um etwa viertel vor drei Uhr morgens im Wohnviertel Tutaleni aus. Dabei wurden drei Hütten zerstört. Bei dem Verstorbenen handelte es sich um einen 32-jährigen Mann aus Simbabwe - er musste von seinem Bruder identifiziert werden. Feuerwehrchef Dennis Basson vermutet, dass das Feuer durch eine Kerze ausgelöst wurde. In den vergangenen Monaten hat es in Walvisbay massive Brände gegeben. Allein im Juli wurden 150 Hütten von den Flammen zerstört und über 1.000 Menschen obdachlos.

An den Grenzposten Namibias herrscht nach wie vor Chaos. Nun hat der Gesundheitsminister Dr. Kalumbi Shangula bestätigt - Touristen dürfen nur über den Hosea-Kutako-Flughafen in Windhoek oder über den Flughafen in Walvisbay nach Namibia einreisen. Andere Grenzposten bleiben NUR für den Frachtverkehr geöffnet. Daher dürfen keine Touristen aus Südafrika über Noordoewer oder Ariamsvlei einreisen. Dies wird von der Republik Südafrika gemeldet. Während des Wochenendes kam es zu mehreren Auseinandersetzungen zwischen Reisenden und der Polizei. Mehrere Touristen wurden abgewiesen, andere wurden in Zwangsquarantäne gesteckt.

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13. Oktober 2020 - Nachrichten am Morgen

Alle Anklagen gegen die 23 verhafteten Demonstranten in Windhoek wurden fallen gelassen. Das teilte die Staatsanwaltschaft Windhoek gestern mit. Bei dem Protest gegen geschlechtsspezifische Gewalt am Samstag kam es zu Auseinandersetzungen zwischen den Teilnehmern und der Polizei. Dabei wurde u.a Tränengas eingesetzt. Gestern versammelten sich Hunderte von Menschen solidarisch vor dem Gerichtsgebäude in Windhoek. Das Vorgehen der Polizei wurde von weiten Teilen der Gesellschaft verurteilt. In den letzten Monaten ist es zu einer massiven Zunahme der Gewalt gegen Frauen und Kinder gekommen. In der Vergangenheit kam es vermehrt zu Vergewaltigungen und Tötungen.

 

Am vergangenen Samstag nahm die namibische Luftwaffe den Kampf gegen die Heuschreckenplage in der Sambesi-Region auf. Gemeinsam mit dem Landwirtschaftsministerium soll die Operation 4 Wochen lang laufen. Inzwischen sind mehr als 4.000 Hektar in der Region befallen, etwa 500 Hektar wurden zerstört. Die Luftwaffe will nun Insektizide per Flugzeug versprühen. Bisher geschah dies von Fahrzeugen aus. Nach Angaben von Landwirtschaftsminister Calle Schlettwein werden in Botswana und Sambia bereits Flugzeuge zu diesem Zweck eingesetzt.

 

Die Corona-Pandemie und ihre Folgen werden in Afrika und anderen Entwicklungsländern noch lange Zeit zu spüren sein. Dies ist das Fazit eines Berichts der Rating-Agentur Moodys. Laut Moodys werden fast alle Länder Afrikas, einschließlich Namibia, im Jahr 2020 mit einem erheblichen negativen Wachstum zu kämpfen haben. Dies wird auch massive Auswirkungen auf die Einnahmen und damit auch auf die Bonität der Länder haben. Wie lange die Pandemie voraussichtlich anhalten wird, ist derzeit unklar.

 

Im Nachbarland Südafrika hat die Ministerin für öffentliche Arbeiten und Infrastruktur, Patricia de Lille, Alarm geschlagen. Die Enteignung von Land ohne Entschädigung sei nicht die goldene Antwort auf die Probleme des Landes, sagte die Ministerin. Sie ist nur eine Option, um die Ungleichheit der Vergangenheit zu bekämpfen. Diese Form der Enteignung sei nur in besonderen Fällen eine Option - sagte de Lille. Am Freitag erschien das neue Gesetz im offiziellen Journal der südafrikanischen Regierung. Damit ist es nun möglich, brachliegendes Land, das nicht wirtschaftlich genutzt wird, entschädigungslos zu enteignen. Auch Land, das dem Staat gehört und nicht genutzt wird, kann enteignet werden.

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